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Behandlung • 07. Mai 2026 • 1 Min. Lesezeit

Ureteroskopie (URS): Endoskopische Steinentfernung

Die Ureteroskopie (URS) ist ein minimalinvasives Verfahren zur Entfernung von Harnleiter- und Nierensteinen mit einem flexiblen Endoskop. Alles über Ablauf und Risiken.

Die Ureteroskopie (URS) ist ein endoskopisches Verfahren, bei dem ein dünnes, flexibles Instrument durch die Harnröhre und Blase in den Harnleiter eingeführt wird, um Steine direkt zu entfernen oder zu zertrümmern. Sie ist besonders effektiv für Harnleitersteine und kleine Nierensteine.

Starr vs. flexibel

  • Starre Ureteroskopie (sURS): Geeignet für Steine im unteren und mittleren Harnleiter
  • Flexible Ureteroskopie (fURS): Erreicht alle Kelche der Niere; ideal für Nierensteine bis 2 cm

Ablauf

In Vollnarkose oder Spinalanästhesie wird das Ureteroskop bis zum Stein vorgeführt. Dort wird der Stein entweder mit einem Laser (Holmium-Laser) zertrümmert oder mit einem Körbcheninstrument geborgen. Anschließend wird oft eine temporäre Harnleiterschiene (DJ-Stent) für 1–4 Wochen eingelegt.

Vorteile gegenüber ESWL

  • Höhere Steinfreiheitsrate (über 90 % bei Harnleitersteinen)
  • Direkte Steinentfernung – kein Steinabgang nötig
  • Sofortige Steinanalyse möglich
  • Wirksam auch bei sehr harten Steinen

Risiken und Komplikationen

  • Harnwegsinfekte (häufig)
  • Blutungen (selten)
  • Harnleiterverletzungen (sehr selten)
  • DJ-Stent-Beschwerden: Fremdkörpergefühl, häufiger Harndrang

Nachsorge

Der DJ-Stent wird ambulant nach 2–4 Wochen durch den Urologen entfernt. Viel trinken nach dem Eingriff beschleunigt die Heilung und spült eventuelle Steinreste aus.

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Medizinischer Hinweis: Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an einen Arzt.

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