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Schmerzen • 07. Mai 2026 • 2 Min. Lesezeit

Fieber bei Nierensteinen: Wann ist es gefährlich?

Fieber bei Nierensteinen ist ein ernstes Warnsignal. Erfahren Sie, warum Fieber und Nierenstein zusammen ein Notfall sind und wie Sie reagieren sollten.

Fieber in Verbindung mit Nierensteinschmerzen ist ein medizinischer Notfall. Die Kombination deutet auf einen infizierten Harnstau hin – ein Zustand, der ohne schnelle Behandlung lebensbedrohlich werden kann.

Warum entsteht Fieber bei Nierensteinen?

Ein Stein, der den Harnleiter blockiert, staut den Urin in der Niere (Hydronephrose). Wenn Bakterien in diesem gestauten Urin vorhanden sind, entsteht ein sogenanntes Uropyonephros – eine eitrige Infektion des Harnstaus. Bakterien und deren Toxine gelangen ins Blut und verursachen Fieber, Schüttelfrost und allgemeines Krankheitsgefühl.

Alarmsymptome: Sofort zum Arzt

Rufen Sie sofort den Notruf (112) oder fahren Sie in die Notaufnahme bei:

  • Fieber über 38,5 °C in Kombination mit Flankenschmerzen
  • Schüttelfrost (Schüttelfrost ist ein Zeichen für Bakterien im Blut)
  • Deutlich reduzierter Allgemeinzustand
  • Niedriger Blutdruck, schneller Herzschlag (Zeichen einer Sepsis)
  • Verwirrtheit oder Bewusstseinstrübung

Behandlung im Krankenhaus

Die Behandlung des infizierten Harnstaus ist ein Notfalleingriff:

  • Sofortige Harnableitung: Einlage einer Harnleiterschiene (DJ-Katheter) oder Anlage einer Nephrostomie (Punktion der Niere von außen)
  • Intravenöse Antibiotika: Breitbandantibiotika werden direkt in die Vene verabreicht
  • Intensivüberwachung: Bei Verdacht auf Sepsis
  • Steinbehandlung erst später: Der Stein selbst wird erst nach Abklingen der Infektion endgültig behandelt

Fieber bei Nierensteinen ist kein Symptom, das man aussitzen kann. Jede Stunde zählt, um eine lebensbedrohliche Sepsis zu verhindern.

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Medizinischer Hinweis: Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an einen Arzt.

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