Oxalatreiche Lebensmittel bei Nierensteinen meiden
Wer unter Calciumoxalatsteinen leidet, sollte oxalatreiche Lebensmittel wie Spinat und Rhabarber reduzieren. Erfahren Sie, welche Speisen besonders kritisch sind.
Oxalat ist eine natürlich vorkommende Säure, die in vielen pflanzlichen Lebensmitteln vorkommt. Bei Menschen, die zu Calciumoxalatsteinen neigen, kann eine übermäßige Oxalataufnahme die Steinbildung fördern. Eine gezielte Ernährungsanpassung kann das Risiko deutlich senken.
Die kritischsten Lebensmittel
Diese Nahrungsmittel enthalten besonders viel Oxalat (über 100 mg pro 100 g):
- Spinat: ~750 mg/100 g – einer der höchsten Werte überhaupt
- Rhabarber: ~500 mg/100 g
- Mangold: ~450 mg/100 g
- Rote Beete: ~480 mg/100 g
- Kakao/Schokolade: ~400 mg/100 g
- Nüsse (besonders Erdnüsse, Mandeln): 200–400 mg/100 g
- Schwarztee: Sehr hoher Oxalatgehalt pro Tasse
Moderate Oxalatmengen (in Maßen erlaubt)
- Kartoffeln, Tomaten, Brokkoli, grüne Bohnen
- Vollkornbrot und Getreideflocken
- Kaffee (in normalen Mengen)
Wichtig: Calcium nicht weglassen
Ein häufiger Fehler: Nierensteinpatienten reduzieren Calcium, weil sie denken, das senkt das Steinrisiko. Das Gegenteil ist richtig: Calcium in der Nahrung bindet Oxalat im Darm und verhindert, dass es ins Blut aufgenommen wird. Essen Sie calciumbetonte Lebensmittel (Milchprodukte, Calcium-reiches Mineralwasser) möglichst zu den Mahlzeiten, nicht zwischen den Mahlzeiten.
Kochen reduziert Oxalatgehalt
Durch Kochen und Abgießen des Kochwassers kann der Oxalatgehalt von Gemüse um 30–50 % reduziert werden. Rohkost aus oxalatreichen Gemüsesorten ist besonders ungünstig.
Medizinischer Hinweis: Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an einen Arzt.