Purinreiche Lebensmittel und Harnsäuresteine vermeiden
Bei Harnsäuresteinen und Gicht spielen purinreiche Lebensmittel eine zentrale Rolle. Erfahren Sie, welche Speisen Sie meiden sollten und was Ihren Urin-pH verbessert.
Wer zu Harnsäuresteinen neigt, muss seine Ernährung gezielt anpassen. Purine – organische Verbindungen in bestimmten Lebensmitteln – werden im Körper zu Harnsäure abgebaut. Je mehr Purin aufgenommen wird, desto mehr Harnsäure entsteht.
Lebensmittel mit sehr hohem Puringehalt (meiden)
- Innereien: Leber, Niere, Herz, Gehirn (über 300 mg Purin/100 g)
- Sardellen, Sprotten, Makrele, Hering
- Trockenhefe
- Wildfleisch
Mäßig purinreich (einschränken)
- Rotes Fleisch: Rind, Schwein, Lamm
- Geflügel (Huhn, Pute)
- Hülsenfrüchte: Linsen, Bohnen, Erbsen
- Meeresfrüchte: Garnelen, Muscheln
- Bier (enthält Guanosin, das direkt Harnsäure erhöht)
Gut geeignete Lebensmittel
- Milchprodukte (sehr purinarm)
- Eier (kaum Purin)
- Gemüse und Obst
- Weißbrot, Reis, Nudeln
- Kaffee (senkt nachweislich das Harnsäurerisiko)
Harn alkalisieren durch Ernährung
Pflanzliche Kost (Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte) macht den Urin basischer und hemmt so die Harnsäurekristallisation. Zitronensaft und Kaliumcitrat-Drinks (Apotheke) können gezielt den Urin-pH erhöhen. Das Ziel: Urin-pH dauerhaft zwischen 6,2 und 6,8 halten.
Regelmäßige pH-Kontrolle mit Teststreifen aus der Apotheke ist empfehlenswert.
Medizinischer Hinweis: Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an einen Arzt.