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Nierensteine • 07. Mai 2026 • 2 Min. Lesezeit

Harnsäuresteine: Ursachen, Symptome und Behandlung

Harnsäuresteine entstehen bei dauerhaft saurem Urin und erhöhtem Harnsäurespiegel. Sie sind die einzige Nierensteinsart, die sich medikamentös auflösen lässt.

Was sind Harnsäuresteine?

Harnsäuresteine (Urat-Steine) machen etwa 5–10 % aller Nierensteine aus. Sie entstehen, wenn der Urin dauerhaft zu sauer ist (pH unter 5,5) und gleichzeitig zu viel Harnsäure ausgeschieden wird. Im sauren Milieu löst sich Harnsäure schlecht und kristallisiert aus.

Ursachen

Harnsäuresteine entstehen durch das Zusammenspiel mehrerer Faktoren:

  • Übersäuerter Urin: Ein dauerhaft niedriger Urin-pH ist der wichtigste Risikofaktor.
  • Purinreiche Ernährung: Innereien, rotes Fleisch, Meeresfrüchte und Hülsenfrüchte enthalten viel Purin, das zu Harnsäure abgebaut wird.
  • Gicht: Bei Gicht ist der Harnsäurespiegel im Blut chronisch erhöht.
  • Metabolisches Syndrom: Adipositas, Insulinresistenz und Typ-2-Diabetes begünstigen sauren Urin.
  • Zu wenig Trinken: Konzentrierter Urin erhöht das Kristallisationsrisiko.

Besonderheit: Unsichtbar im Röntgen

Harnsäuresteine sind röntgennegativ – sie erscheinen nicht auf herkömmlichen Röntgenaufnahmen. Zur Diagnose sind Ultraschall oder ein CT erforderlich. Diese Eigenschaft ist jedoch auch therapeutisch nützlich: Harnsäuresteine können als einzige Steinart durch Harnalkalisierung aufgelöst werden.

Behandlung und Auflösung

Die Therapie zielt auf zwei Ebenen:

  • Harnalkalisierung: Natriumbicarbonat oder Kaliumcitrat erhöhen den Urin-pH auf 6,5–7,0. In diesem Milieu lösen sich Harnsäurekristalle auf.
  • Allopurinol: Hemmt die Harnsäureproduktion und wird bei erhöhtem Serumharnsäurespiegel eingesetzt.
  • Stoßwellenlithotripsie oder Ureteroskopie: Bei großen oder nicht auflösbaren Steinen.

Vorbeugung

Die beste Prophylaxe kombiniert Ernährung und Trinkmenge:

  • Täglich mindestens 2,5 Liter Wasser oder ungesüßten Tee trinken
  • Purinreiche Lebensmittel reduzieren
  • Regelmäßige Urin-pH-Kontrolle (Teststreifen aus der Apotheke)
  • Gewichtsreduktion bei Übergewicht
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Medizinischer Hinweis: Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an einen Arzt.

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