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Nierensteine • 07. Mai 2026 • 2 Min. Lesezeit

Struvitsteine (Infektionssteine): Ursachen und Behandlung

Struvitsteine entstehen nur bei bakteriellen Harnwegsinfekten mit ureasepositiven Keimen. Sie können zu großen Staghorn-Steinen wachsen und erfordern vollständige Entfernung.

Was sind Struvitsteine?

Struvitsteine – auch Infektionssteine oder Magnesium-Ammoniumphosphat-Steine genannt – entstehen ausschließlich bei bakteriellen Harnwegsinfektionen mit ureasepositiven Keimen. Bestimmte Bakterien spalten Harnstoff in Ammoniak auf, was den Urin stark alkalisiert und zur Kristallisation von Struvit führt.

Typische Erreger

  • Proteus mirabilis (häufigster Erreger)
  • Klebsiella pneumoniae
  • Pseudomonas aeruginosa
  • Staphylococcus aureus

Wer ist besonders betroffen?

Struvitsteine treten besonders häufig bei Frauen mit rezidivierenden Harnwegsinfekten, Patienten mit Blasenkatheter und Menschen mit neurogener Blasenentleerungsstörung auf. Sie können sich zu Staghorn-Steinen (Geweihsteine) entwickeln, die das gesamte Nierenbecken ausfüllen.

Risiken und Komplikationen

Struvitsteine bergen ein hohes Risiko: Unbehandelt können sie durch chronische Infektionen zur Niereninsuffizienz führen. Die Steine wachsen oft schnell und müssen vollständig entfernt werden, da bereits kleinste Steinreste (Steinstaub) Keime beherbergen und zur Reinfektion führen können.

Behandlung

  • Vollständige Steinentfernung: ESWL, Ureteroskopie oder PCNL – je nach Steingröße und -lage.
  • Antibiotika: Langzeitantibiose zur Keimeradikation, begleitend zur operativen Therapie.
  • Urease-Inhibitoren: Acetohydroxamsäure hemmt die bakterielle Urease – nur in Ausnahmefällen.

Vorbeugung

Die beste Vorbeugung ist die konsequente Behandlung und Vermeidung von Harnwegsinfekten: ausreichend trinken, vollständige Blasenentleerung und – bei Katheterträgern – regelmäßige Katheterwechsel.

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Medizinischer Hinweis: Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an einen Arzt.

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