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Nierensteine • 07. Mai 2026 • 2 Min. Lesezeit

Calciumoxalatsteine: Die häufigste Nierensteinsart

Calciumoxalatsteine machen 70–80 % aller Nierensteine aus. Erfahren Sie alles über Ursachen, Symptome, Diagnose und wie Sie Rückfälle verhindern.

Was sind Calciumoxalatsteine?

Calciumoxalatsteine sind mit einem Anteil von 70–80 % die häufigste Form von Nierensteinen. Sie entstehen, wenn Calcium und Oxalat – eine natürlich vorkommende Säure – im Urin übersättigt sind und zu Kristallen auskristallisieren. Mit der Zeit wachsen diese Kristalle zu tastbaren Steinen heran.

Zwei Unterformen im Überblick

Mediziner unterscheiden zwei Varianten:

  • Calciumoxalat-Monohydrat (Whewellit): Sehr harte, glatte Steine; entstehen häufig bei chronisch erhöhter Oxalatausscheidung (Hyperoxalurie).
  • Calciumoxalat-Dihydrat (Weddellit): Etwas weichere, stachelige Oberfläche; oft verbunden mit erhöhter Calciumausscheidung (Hypercalciurie).

Ursachen und Risikofaktoren

Die Bildung von Calciumoxalatsteinen wird durch mehrere Faktoren begünstigt:

  • Zu wenig Flüssigkeit: Konzentrierter Urin erhöht die Kristallisationsneigung.
  • Oxalatreiche Ernährung: Spinat, Rhabarber, Nüsse und Schokolade liefern viel Oxalat.
  • Genetische Veranlagung: Primäre Hyperoxalurie ist eine erbliche Stoffwechselstörung.
  • Darmerkrankungen: Morbus Crohn und Colitis ulcerosa erhöhen die intestinale Oxalatresorption.
  • Vitamin-C-Überdosierung: Hochdosierte Vitamin-C-Präparate können zu Oxalat abgebaut werden.

Symptome erkennen

Kleine Calciumoxalatsteine verlassen die Niere oft unbemerkt. Größere Steine verursachen typische Nierensteinschmerzen: kolikartige Schmerzattacken in der Flanke, die in Leiste und Oberschenkel ausstrahlen. Häufig treten auch Blut im Urin (Hämaturie), Übelkeit und Erbrechen auf.

Diagnose

Der Urologe sichert die Diagnose durch Ultraschall, Low-Dose-CT oder Röntgenaufnahme. Calciumoxalatsteine sind auf Röntgenbildern sichtbar (röntgendicht). Eine Steinanalyse nach spontanem Abgang gibt Aufschluss über die genaue Zusammensetzung.

Behandlung

Steine bis 5 mm scheiden sich in den meisten Fällen spontan aus. Alpha-Blocker (z. B. Tamsulosin) entspannen den Harnleiter und erleichtern den Abgang. Größere Steine werden per Stoßwellenlithotripsie (ESWL), Ureteroskopie oder perkutaner Nephrolithotomie behandelt.

Vorbeugung

Die wichtigste Maßnahme ist eine Trinkmenge von mindestens 2,5 Liter täglich. Ergänzend empfehlen Experten:

  • Oxalatreiche Lebensmittel reduzieren (Spinat, Rhabarber, Nüsse)
  • Calciumreiche Mahlzeiten, da Calcium im Darm Oxalat bindet
  • Normales Körpergewicht halten
  • Regelmäßige Urinkontrollen beim Urologen

Wer einmal einen Calciumoxalatstein hatte, hat ein erhöhtes Rückfallrisiko. Gezielte Ernährungsanpassungen und ausreichend Trinken senken dieses Risiko deutlich.

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Medizinischer Hinweis: Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an einen Arzt.

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