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Ernährung • 07. Mai 2026 • 2 Min. Lesezeit

Calcium und Nierensteine: Ein häufiges Missverständnis

Viele Nierensteinpatienten meiden Calcium aus Angst vor neuen Steinen. Das ist ein gefährlicher Irrtum. Warum Calcium schützt – und nicht schadet.

„Ich meide Milchprodukte, damit ich keine neuen Nierensteine bekomme“ – dieser Satz ist falsch und kann sogar schaden. Das Verhältnis von Calcium und Oxalat in der Nahrung ist komplex, aber eines ist klar: Calciumarme Ernährung erhöht das Steinrisiko, anstatt es zu senken.

Warum ist Calcium wichtig?

Calcium im Darm bindet Oxalat bevor es ins Blut aufgenommen wird. Bei calciumarmer Ernährung gelangt mehr freies Oxalat ins Blut und von dort in den Urin – das fördert die Calciumoxalatsteinbildung in der Niere.

Die richtige Calciumzufuhr

  • Empfohlene tägliche Zufuhr: 1.000–1.200 mg Calcium (normale Ernährung)
  • Calcium aus Nahrungsmitteln bevorzugen (nicht als Supplement)
  • Calcium zu den Mahlzeiten essen (um Oxalat im Darm zu binden)

Gute Calciumquellen

  • Milch, Joghurt, Käse
  • Calciumreiches Mineralwasser (über 300 mg/l)
  • Grünes Gemüse: Brokkoli, Grünkohl, Pak Choi
  • Mandeln (trotz Oxalat in Maßen geeignet wegen Calciumgehalt)
  • Tofu (mit Calciumsulfat hergestellt)

Was schadet wirklich?

Calcium-Supplemente (Tabletten) zwischen den Mahlzeiten können das Steinrisiko tatsächlich erhöhen – denn dann bindet das Calcium kein Nahrungsoxalat und wird direkt über die Niere ausgeschieden. Wer Calcium-Ergänzungen braucht, sollte diese mit dem Essen einnehmen.

Außerdem schädlich: übermäßig viel Kochsalz (erhöht Calciumausscheidung), tierisches Eiweiß in Übermaß und Vitamin C über 1.000 mg täglich.

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Medizinischer Hinweis: Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an einen Arzt.

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