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Nierensteine • 07. Mai 2026 • 2 Min. Lesezeit

Calciumphosphatsteine: Entstehung und Vorbeugung

Calciumphosphatsteine entstehen bei dauerhaft basischem Urin und erhöhter Calciumausscheidung. Erfahren Sie alles über Ursachen und gezielte Vorbeugung.

Was sind Calciumphosphatsteine?

Calciumphosphatsteine entstehen, wenn zu viel Calcium und Phosphat im Urin vorhanden sind und der Urin dauerhaft basisch (pH über 6,5) ist. Sie machen etwa 10–20 % der Nierensteine aus und treten oft in Kombination mit Calciumoxalatsteinen auf.

Formen

  • Brushit (Calciumhydrogenphosphat): Weicher, tritt eher bei jüngeren Patienten auf.
  • Apatit (Hydroxylapatit): Härter, häufig bei renaler tubulärer Azidose (RTA).

Ursachen

  • Primärer Hyperparathyreoidismus: Überproduktion des Nebenschilddrüsenhormons erhöht die Calciumausscheidung.
  • Renale tubuläre Azidose (RTA): Die Niere kann Säuren nicht ausreichend ausscheiden, der Urin bleibt dauerhaft basisch.
  • Hypercalciurie: Genetisch bedingte erhöhte Calciumausscheidung.
  • Harnwegsinfekte: Bestimmte Bakterien machen den Urin alkalisch.

Diagnose

Calciumphosphatsteine sind auf Röntgenaufnahmen sichtbar. Die Diagnose umfasst neben bildgebenden Verfahren auch eine Blutuntersuchung (Calcium, Phosphat, Parathormon) und eine 24-Stunden-Urinanalyse zur Bestimmung der Ausscheidungsmengen.

Behandlung

Die Behandlung richtet sich nach der Grundursache. Bei Hyperparathyreoidismus ist häufig eine Operation der Nebenschilddrüse notwendig. Steine werden je nach Größe durch ESWL oder endoskopisch entfernt. Thiaziddiuretika können die Calciumausscheidung senken.

Vorbeugung

  • Viel trinken (mindestens 2,5 Liter täglich)
  • Regelmäßige Blut- und Urinkontrollen
  • Behandlung von Grunderkrankungen wie Hyperparathyreoidismus
  • Bei Brushit-Steinen: leicht angesäuerter Urin durch Ernährungsanpassung
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Medizinischer Hinweis: Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an einen Arzt.

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